Pfadfinder Wenzenbach

Ausbildung

Die Ausbildung der Leitungsteams ist für unser von besonderem Interesse.
Das Hauptziel unseres Verbandes ist, “Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Verband in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen” [S.5, Ziele, Ordnung der DPSG]. Dafür ist es wichtig, dass unsere Leitungsteams die die Kinder und Jugendlichen auf diesem Weg begleiten, gut ausgebildet sind und über fundiertes Wissen verfügen. 

Der DPSG-Bundesverband steckt den Rahmen für die Modulausbildung und Woodbadge-Kurse. 

Was das ist, erklären wir euch hier.

Modulausbildung

Über den Diözesanverband Regensburg der DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg) nehmen unsere Leiterinnen und Leiter an den regelmäßig stattfindenden Ausbildungswochenenden, den sogenannten Modulen, teil.

Die gesamte Modulausbildung umfasst Kurse über vier Wochenenden. Dort bilden sich die Leiter*innen zu den wichtigen Themen der Jugendarbeit im Verband fort. Damit schaffen sie das Theoriefundament, auf dem sie sicher in ihrer Tätigkeit agieren können.

Doch ein Modulwochenende besteht nicht nur als trockener Theorie! Neben vielen Einheiten in denen die Teilnehmer*innen das Erlernte direkt miteinander umsetzen und ausprobieren können, stärken sie damit zwangsläufig und ganz nebenbei ihre Vernetzung im Diözesanverband. So erfahren sie immer interessante Neuigkeiten, knüpfen Kontakte. Außerdem können auch mit anderen erfahrenen oder neuen Leiter*innen Situationen aus ihrer alltäglichen Gruppenarbeit besprechen und im Kontext des Moduls auswerten.

Aber nach all der Arbeit finden sich abends immer diverse Gruppen zusammen. Die einen singen bis spät in die Nacht Lagerfeuerlieder, andere spielen ausgelassene Spiele oder unterhalten sich schlicht. 

Ich habe jedes einzelne Wochenende meiner Modulausbildung sehr genossen. Klar, Schlaf wird dort sehr stiefmütterlich behandelt, aber den kann man nachholen. Mit vielen Leuten, die ich dort kennengelernt habe pflege ich noch heute tolle Freundschaften. Es freut mich, sie immer wieder auf Veranstaltungen der Diözesanebene wiederzutreffen. Ich fühle mich durch die Ausbildung gut auf meine Arbeit im Stamm vorbereitet und vor allem sicherer in meiner Rolle als Leiter. – Michael, Pfadfinderleiter im Stamm Wenzenbach

Das Konzept der Modul-/Woodbadgeausbildung der DPSG findet ihr hier (PDF).

Woodbadge

Auf die Modulausbildung folgt ein einwöchiger Woodbadge-Kurs und eine Projektzeit. Nachdem diese Hürden erfolgreich absolviert wurden, steht die Ernennung und Verleihung an.

Das Woodbadge (dt. Holz-Abzeichen bzw. Holzklötzchen) ist das internationale Erkennungszeichen der Pfadfinder*innen, die die Woodbadgeausbildung abgeschlossen haben. 

Bild: https://dpsg.de/de/themen/ausbildung.html
Bild: https://dpsg.de/de/themen/ausbildung.html

Die Bedeutung der Klötzchen geht auf den Gründer der Pfadfinderbewegung Baden-Powell zurück. 

Als britischer Offizier war er im heutigen Südafrika eingesetzt. Er verfolgte zu dieser Zeit die Spur des Zulukönigs Dinuzulu kaCetshwayo. Dieser trug eine etwa vier Meter lange Halskette mit gut tausend Perlen aus Acacia-Holz. Baden-Powell kam in den Besitz dieser Kette und brachte sie mit nach Großbritannien. 

Als er Jahre später die Ausbildung der Pfadfinderleiter organisierte, verlieh er jedem Absolventen des Kurses zwei dieser Klötzchen, zusammen mit dem Lederband, einem Halstuch mit einem Stück aufgenähtem McLaren-Tartan und einem besonderen Halstuchknoten.

Diese Symbole zeichnen bis heute Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus, die die gesamte Woodbadge-Ausbildung abgeschlossen haben.
Inzwischen werden die Klötzchen natürlich nicht mehr aus er ursprünglichen Kette entnommen – diese ist schon lange aufgebraucht – sondern anderweitig hergestellt. 

In der DPSG gibt es beispielsweise auf Bestellung spezielle Woodbadges, die aus den Dielen des Saals gefertigt wurde, in dem die DPSG im Jahr 1929 gegründet wurde. 

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Thema von Anders Norén